Johanna Löwenherz Preisverleihung

Johanna Löwenherz Preisverleihung an Frau Seyran Ates

 

Die Anwältin, Publizistin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş erhielt von Landrat Rainer Kaul den Ehrenpreis der Johanna-Loewenherz-Stiftung.

Die einzige kommunale Frauenstiftung im Land Rheinland-Pfalz verleiht den Ehrenpreis alle zwei Jahre an Frauen, die sich „irgendwie und irgendwo um die Sache der Frauen besonders verdient gemacht haben“, wie es das Testament der Stiftungsgeberin Johanna Loewenherz und die Satzung der Stiftung vorsehen.

 

In ihrer Dankesrede verdeutlichte die Preisträgerin ihre Positionen: Ihre Position zum weltweiten Patriachat ebenso wie ihre Auffassung zur bundesdeutschen Verfassung: “Glücklicherweise lebe ich in einem Land, das mich schützt. Ich lebe in dem Luxus, für meinen freien Geist nicht vom Staat verfolgt zu werden.

Frau Finger, von der Zeitschrift DIE ZEIT würdigte das mutige Engagement der Berlinerin zugunsten einer Freiheit unabhängig von der Religionszugehörigkeit, der ethnischen Zugehörigkeit und dem Geschlecht. Freiheit für alle Menschen sei zwar in diesem Land gesetzlich verbrieft, aber nicht allen Frauen gleichermaßen zugänglich.

Seyran Ateş wurde im Alter von 21 Jahren als Studentin angeschossen und lebensgefährlich verletzt, als sie in einem Beratungszentrum für muslimische Frauen arbeitete. Trotz dieser Erfahrung vertritt sie heute als Juristin überwiegend muslimische Frauen, die psychische oder körperliche Gewalt erfahren und wieder erhält sie Morddrohungen.

Wir AsF-Frauen haben, wie immer, an der Preisverleihung im Röntgen Museum Neuwied teilgenommen und beglückwünschten Frau Ates nach der Preisverleihung.  

 

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